Kunst am Bau - Einweihung der Plastik von Maria Oppenheim

    In der vergangenen Woche hatte Bürgermeister Klaus Penzer, zusammen mit Schulleiter Christoph Ames die Ehre, in der Grundschule ‚Am Gautor‘ in Oppenheim ein neues Kunstwerk einzuweihen,…

    das von der Künstlerin Maria Oppenheim, im Zuge einer umfassenden Baumaßnahme zur Erweiterung des Schulkomplexes geschaffen wurde. Nach der herzlichen Begrüßung der Künstlerin, konnte VG-Chef Penzer eine Vielzahl weiterer kunstinteressierter Gäste willkommen heißen, die sich extra Zeit genommen hatten, um mit dem Lehrerkollegium zusammen zu feiern.
    Kunst am Bau soll einen Beitrag zur Förderung der Baukultur leisten und die Kunst dorthin bringen, wo sich Menschen im öffentlichen Raum aufhalten. Dabei muss „die künstlerische Ausgestaltung eine Integration mit dem Bauwerk eingehen“. Kunst am Bau ist jedoch mehr als nur bloße Deko für die Architektur. Um mit Nicola Kuhn zu sprechen, ist sie „die Reflexion eines Gebäudes und seiner Funktion“. Dementsprechend sollte das hiesige Kunstwerk laut Wettbewerbsunterlagen ‚im Einklang mit dem Schulalltag stehen, da die Grundschule als Bildungsstätte des kulturellen, menschlichen Zusammentreffens dient‘.
    Im Zuge der Ausschreibung wurden acht Künstler und Künstlerinnen aus dem Verbandsgemeindegebiet sowie der Region in den Wettbewerb mit einbezogen. Sechs von Ihnen haben entsprechende Entwürfe abgegeben, die der Bewertungsjury anschließend in anonymisierter Form zur Abstimmung vorgelegt worden sind. Den Wettbewerb gewonnen hat die seit Kurzem in Mainz ansässige Künstlerin Maria Oppenheim mit ihrer Plastik ‚Spiel mit Licht und Perspektiven oder: Spiel mit den Impressionen der Jahreszeiten‘.
    Bei dem Siegerobjekt handelt es sich um eine Wandskulptur aus Aluminium, die in verschiedenen Arbeitsschritten, mit speziell schillernden Interferenzfarben bemalt wurde und ausgewählte jahreszeitlichen Motive zeigt. Das Kunstwerk besteht aus zwei Teilen. Eines schmückt das Erdgeschoss und zeigt eine Baumlandschaft im Wechsel der vier Jahreszeiten, das Zweite krönt das erste Obergeschoss und offenbart einen Regenbogen über dem stilisierten Rhein. Man erlebt die Jahreszeiten in verschiedenen Darstellungen einer leicht abstrakten Ausdrucksform je nach Gangrichtung durch den Flur und behält durch den Blick aus dem Fenster gleichzeitig den Bezug zur Realität.
    „Wir freuen uns sehr, dass der Schulalltag durch diese wechselnden Farbschimmer ein wenig bunter wird und die Räumlichkeiten dadurch auch für die Schüler und Schülerinnen attraktiver und interessanter werden“, zeigen sich Bürgermeister Penzer sowie der für Schulen zuständige VG-Beigeordnete Rainer Tröger, von der Gestaltung des Kunstwerkes überzeugt.
    Maria Oppenheim ‚lebt‘ ihre Kunstwerke, das konnte sie bereits in ihrer schillernden Rede über die einzelnen Planungs- und Arbeitsabläufe -von der ersten Idee bis zur endgültigen Ausfertigung- sehr deutlich machen. Inspiriert und untermalt von einer Endlosschleife des Beatles-Songs ‚let it be‘ entstand ihr Meisterwerk innerhalb von zwei Wochen in der Werkstatt des Metallbauers Dirk Rachow in Schwabsburg.
    Wer jetzt neugierig geworden ist und auch einen Blick auf die verschiedenen Perspektiven und Lichteffekte werfen möchte, hat am 02. September 2017 noch einmal Gelegenheit dazu. An diesem Tag feiert die Grundschule ‚Am Gautor‘ ihr Schulfest, das ganz im Zeichen des Schulumbaus steht. Der Erweiterungsbau soll eingeweiht und gebührend gefeiert werden.

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