Räumung des Regenrückhaltebeckens am DLR hat begonnen

    Pressemitteilung der Verbandsgemeinde Rhein-Selz

    Laut Bundesbodengesetz muss jedes Mal, wenn eine Kommune Erde, Aushub oder Wasser bewegt, dieses Material automatisch beprobt werden. Je nachdem, wie hoch welche Werte sind, die bei diesen Proben gemessen werden, kann das Material entweder an Ort und Stelle weiterverarbeitet werden, wie es früher üblich war, kann im Rahmen eines Bauverfahrens verfüllt werden oder muss anderweitig entsorgt werden. Letzteres ist bei dem Regenrückhaltebecken in Dienheim der Fall. Allerdings sind die Kosten dieser Entsorgung längst nicht so hoch wie ursprünglich befürchtet. Der Auftrag wurde öffentlich vergeben. Die Auftragssumme, die die Firma Wilhelm aus Osthofen angab, beläuft sich auf 193.057,00 €.

    Die geschätzte  Menge des laut Bundesbodengesetz zu entsorgenden Schlammes im Rückhaltebecken beläuft sich auf 1580 m³. Die endgültige Abrechnung wird anhand der Abnahmescheine der Deponie durchgeführt, die per Tonne abrechnet. Aus diesem Grund wird das Material von der Firma zusammengeschoben und zwei Wochen zum Trocknen liegen gelassen, damit evtl. enthaltenes Wasser abfließen kann. In dieser Zeit werden auch nochmals Analysen durchgeführt, die vor einer deponietechnischen Verwendung notwendig sind.


    „Die Vorgaben und Richtwerte, die aus dem Bundesbodengesetz resultieren, sind eigentlich für die Landwirtschaft gemacht, gelten aber leider auch für die Gebiete mit Weinwirtschaft. Gerade der minimal erhöhte Kupferwert in unserer Region resultiert aus früheren Zeiten, in denen Kupfer noch bedenkenlos eingesetzt wurde. Und heute muss der eigentlich gute Boden, aus dem der Schlamm besteht, aufwändig entsorgt werden, weil einzelne Werte erhöht sind. Ich setze klar auf eine Änderung des Bundesbodengesetzes für die Weinwirtschaft, damit die Kommunen nicht unnötig finanziell belastet werden.“, so Klaus Penzer, Bürgermeister der VG Rhein-Selz.

    „Viele Winzerinnen und Winzer gehen heute sehr respektvoll mit den natürlichen Ressourcen um, begrünen ihre Wingerte, dezimieren ihre Spritzmittel und denken ökologischer und langfristig. Daher hoffe ich zukünftig auf eher niedrigere Werte in den anderen Becken und somit auf eine Entspannung der Situation.“, so Christina Bitz, VG Beigeordnete für Klimaschutz.

    Oppenheim, 25.11.2019